22 Oktober 2009

90 Jahre Bauhaus

„Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! […] Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! […] Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.“

  • Gropius in seinem Bauhaus- Manifest

Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet, 2009 ist 90jähriges Jubiläum.

Das Bauhaus wird als die Wiege der modernen Architektur bezeichnet und schuf viele innovative Ansätze und Impulse. Auch heute gibt es sie noch, die Bauhaus- Universität in Weimar.

Das Bauhaus entstand in Weimar durch die Vereinigung der Kunstschule in Weimar mit der 1907 von Henry van de Velde gegründeten Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar.

1925 folgte der Umzug nach Dessau, 1932 mußte das Bauhaus nach Berlin umziehen, um dann 1933 geschlossen zu werden.

Der erste Umzug erfolgte nachdem die Regierung in Thüringen umgebildet und der Etat um 50% reduziert wurde- keine Vergleiche mit der aktuellen politischen Lage der BRD beabsichtigt- in Dessau wurde eine Förderung durch die Flugzeugindustrie (H. Junkers) und die sozialdemokratischen Mehrheitsverhältnisse möglich.

Der weitere Verlauf ist logisch: 1931 gewann die NSDAP die Wahl in Dessau, das Bauhaus mußte nach Berlin umziehen. 1933 (viele der Mitglieder und Förderer mußten bereits emigrieren) zwangen die Nationalsozialisten das Bauhaus zur Auflösung.

Wie ging es weiter mit dem Bauhausgedanken?

Einige der Bauhausprotagonisten wie Josef Albers, Walter Gropius, L. Moholy-Nagy, L. Mies van der Rohe emigrierten in die USA, wo der Bauhauseinfluss insbesondere am Black- Mountain-College weitergeführt wurde. Es gab ein „New Bauhaus“ in Chicago. In Deutschland wurde 1953 die Hochschule für Gestaltung in Ulm nach dem Vorbild des Bauhauses konzipiert.

Erst 1970 kamen eine Reihe von Möbeln und Gebrauchsobjekten im Bauhausstil auf den Markt.

Das Bauhausgebäude in Dessau ist nun UNESCO- Weltkulturerbe und Sitz der Stiftung.

In Weimar wurde ab 1989 ein Umbau der Hochschulen vorgenommen und 1993 die Fakultät Gestaltung gegründet, die seit 1996 wieder als „Bauhaus-Universität Weimar“ bezeichnete Hochschule trägt nun wieder den verpflichtenden Namen.

90 Jahre Bauhaus!

14 Oktober 2009

Ökofaschisten

"Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung:"
Zitate, bei denen beiläufig mit dem Kopf genickt wird?!

Kein Thema polarisiert derzeit den Freundeskreis so, wie die Zitate von Sarrazin.
Zitatesammlung.

Hätte ich gestern noch nicht gedacht, aus meinem Freundeskreis zu hören: "Alle abschieben!" (im Zusammenhang mit Kriminalität zwar, aber!), bin ich heute schlauer.

Hatte ich geglaubt, dass Thema wäre eine gute Diskussionsgrundlage, bekomme ich nun Angst davor, weiter zu fragen. Will ich das hören?!
Ehrlich gesagt: Nein. Aber ich bin bereit mich der Diskussion zu stellen.

Also ist das die Lösung?! Härtere Strafen? Hat ja in der Geschichte immer viel gebracht und viele Helden erschaffen (höre ich da Stalin, Hitler, Mussolini?).
Es gibt sicher viel Anlass zur Kritik an den Integrationsfragen, aber bitte doch nicht so!!!
Also Vorsicht, gerade bei diesem Thema, ist meine eindringliche Warnung!

Der Schritt zum Ökofaschisten ist nicht groß!

Ihr seht an den vielen Ausrufezeichen, wie mich dieses Thema bewegt.
Und dann habe ich noch viele Fragen, z.B. wer ist eigentlich nicht irgendwo zugezogen, bzw. länger zu Gast gewesen?! Und will man sich da solche Vorwürfe anhören?
Bitte mal noch kurz in unserem Grundgesetz nachlesen:

Grundrechte:
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

Sollte das etwa bald typisch undeutsch sein?


Bitte gerne alle mit polemisieren!!!

27 September 2009

Politische Bildung

Was wählen wir eigentlich?
Einfache Frage, aber immer unterschiedliche Antworten...

Wir sind zwar nicht alle schizophren- haben aber zwei Stimmen- warum??

In Deutschland gilt das Verhältniswahlrecht, gleichzeitig sind aber Elemente des Mehrheitswahlrechts integriert.

Mit der Erststimme stimmen die Wähler über den Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis ab. Wer über die Erststimme gewählt ist, bekommt ein Mandat.


Die Zweitstimme ist für das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag entscheidend. Schafft eine Partei hierbei nicht mindestens fünf Prozent aller bundesweit abgegebenen Stimmen, scheitert sie an der Sperrklausel, auch Fünfprozenthürde.

Ausnahme: Wenn die Partei mindestens drei Direktmandate bekommt, greift die Sperrklausel nicht mehr.

Die Partei bekommt dann, inklusive der Direktmandate, die ihr anteilig zustehenden Sitze nach Prozenten.

Die Zweitstimme entscheidet über die Macht im Bundestag.


Die Hälfte der 598 Sitze bekommen Politiker, die in ihrem Wahlkreis die meisten Erststimmen bekommen haben.

Die andere Hälfte der Abgeordneten zieht über die Landesliste ihrer Partei ein.

Allerdings kann die Zahl der Direktmandate die eigentlich nach dem Zweitstimmenanteil festgelegte Sitzverteilung im Plenum gravierend verändern.

Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate, als ihr gemäß der Verteilung der Zweitstimmen zustehen, so bleiben ihr diese sogenannten Überhangmandate trotzdem erhalten.


Soweit die öde Theorie-

Und: wir wählen NICHT den Bundeskanzler!!!!!

Nach der Koalitionsbildung wählt den der Bundestag selbst.

26 September 2009

Interview mit Angela Merkel, Bundeskanzlerin, CDU

DANKE an Stepho, dieses Video hat den ersten Platz verdient!!!

22 September 2009

Wahl 2009


Wahlkampf?

Na wo kämpfen sie denn? Eben, nichts mit kämpfen.

Aber den müden Politikern zum Trotz nicht wählen? Geht nicht, dafür bin ich noch viel zu begeistert von der Möglichkeit der Wahl, mit meiner Stimme eine Partei in die Regierung zu bekommen.
So dann, es zählen die großen Themen, und welche Partei hier am besten meine Meinung vertritt, die wird gewählt.

Hört sich einfach an, ist es aber nicht!!!!
Erstens ist es anders- zweitens als ich dachte!

Da mache ich mir mal nicht so einfach wie sonst, sondern lese mal schön nach, was „mein“ Abgeordneter so vertritt, zum Beispiel hier . Und?

Frage Bürgerversicherung: deutliches JA bei: Linke, Grünen, SPD. Nein bei CDU und FDP. Aber wenn man genauer hinguckt, sehen die Vorstellung einer Bürgerversicherung bei jeder Partei anders aus. Na toll, wer soll da durchsehen?

Atomkraft: nur deutliches JA bei CDU und FDP, wobei die keine neuen Werke wollen (also die alten pflegen, bis sie leuchten ??), die anderen Parteien haben aber unterschiedlcihe Vorstellungen: SPD bis 2021, Grüne sofort...

Die Linken wollen „Reichtum für alle“ und den dann kräftig besteuern (Vermögenssteuer)... Bescheuerte Wahlplakate, auch durch alle Parteien durch.

Mindestlohn oder Grundeinkommen? Leute erklärt mal bitte den Unterschied! So entsteht bei einer Partei der Anspruch auf Grundeinkommen (Grüne) und bei der anderen der Mindestlohn für alle (Freunde, ich will den nicht für meine Arbeit!) und was ist nun bitteschön das „liberale Bürgergeld“ von 662 Euro pro Monat? Also diese Geschichten versteht doch nun keiner mehr: gibt es dann konsequenter Weise auch ein Monatsgehalt je nach Parteienwahl- also ich kriege das Einkommen, dass die Partei meiner Wahl vorschlägt?

Alle Punkte sind fragwürdig in den Aussagen der Parteien, undurchsichtig und auch von den einzelnen Kandidaten abhängig, die nicht immer einer Meinung mit ihrer Partei sind.

Nochmal ein Beispiel: NPD- Verbot: JA bei Linken, SPD; NEIN bei CDU, FDP und Grünen... Ohne Worte.

Nun ist es tatsächlich ein schwieriges Unterfangen das kleinste Übel zu wählen... Ich wünsche dabei jedem viel Spaß!
Und trotzdem den festen Willen sich die Qual der Wahl nicht nehmen zu lassen!!!


Posted by Picasa

13 September 2009