09 Februar 2011

Volksentscheid und Moral


Schon lange will ich was über die Bücher von Precht schreiben,
weil die mich in verschiedenen Phasen beeinflusst und in viele Diskussionen oder Gedanken eingeflossen sind...

Warum habe ich es noch nicht geschafft?
Es ist einfach schwer die Gedanken zu bündeln und die wichtigsten raus zunehmen, irgendwie genau das, was ich denke, was Precht in seinen Büchern gut schafft.

Anderseits finde ich grad auch schwierig, dass der Eindruck entsteht, als wenn uns ein Mann alles "vor-denkt", die vielen Shows rund um Precht finde ich grenzwertig und viele Videos machen den Vergleich zu „the next Uri Geller“ leicht... ;-)
Als mich Claudi zur Lesung einlud, war ich skeptisch, eben weil er mit beschwörender Stimme, Denkerstirn, Stahlaugen und Philosophenmähne extrem Klischee ist.

Na gut, ich stelle mich mal der Herausforderung – endlich.


Er redete auswendig, ohne grobe Stolperer quasi ein Essay als Ansprache an die Zuhörer. Hm.... Toll und komisch gleichzeitig.
Ich hoffe trotzdem, daß ein bisschen Nachdenken entstehen kann,
denn bei mir haben sich nach dem Buch tatsächlich wiedermal Umwälzungs- und Revolutionsgedanken eingestellt.
Tut es das bei den Best-Agern im Urania-Publikum auch????

Dazu paßt vielleicht dieser Ausschnitt:


Meine Gedanken janz kurz:
schon im Buch „Liebe ein unordentliches Gefühl“ habe ich mich gefreut,
daß mit den Mann-Frau- Klischee´s aufgeräumt wurde und auch „Liebe“ von „Biochemie“ unterschieden wurde.
Was macht Liebe mit uns? Was ist aber auch die Arbeit daran?

Wichtige Fragen, die zumindest Scheidungsstress erklärbarer machen.
Viele Beziehungsmodelle werden greifbarer- auch die Verantwortung darum und für das eige Leben ebenso!
Ich bin dann doch der Meinung alles richtig zu machen, obwohl vieles erstmal unsicher scheint.

Was meine ich damit?
Den ausgewogenen Weg zu finden, für sich und letztendlich damit auch die Bereicherung für Andere oder den Anderen zu sein, ohne eine definierte Zwangsverbindung halten zu müssen, scheint mir die Kunst, die aber glücklich macht kann.
Zur „neuen Moral“ kein Egoist zu sein,
erscheint mir wichtig, daß wir wieder protestieren,
wenn uns Wirtschaftler die Gesellschaft gestalten und Privatfirmen die Arbeitsmoral definieren,
wenn wir uns selbst zensieren, weil wir „sparen müssen“!

An menschlichen Gütern, wie Gesundheit, Lebensqualität, Gleichheit, Religion, Sexualität und Selbstverwirklichung darf nicht gespart werden!

Denn das ist in meinen Augen erst Mensch sein.
Nur wenn wir zufrieden sind, können wir auf andere achten und die Menschen können gemeinschaftlich funktionieren, ohne Gewalt.
Aus diesem wichtigen Grund darf z.B. Gesundheit keinen Frage von Geld sein.
Hier meine ich ganz konkret, daß es z.B. keine Privatkliniken geben sollte!

Denn über Gewinn darf ein Gesundheitssystem nicht funktionieren!

Ich möchte mir nie wieder von einem Chef anhören,
„diese Untersuchung machen wir nicht, die wird nicht bezahlt!“.
Grosses Thema, welches sicher immer mehr eine Rolle spielen wird.

KLINIKEN GEHÖREN NICHT PRIVATISIERT!


Ich kenne leider viele Beispiele, wo der gesunde Medizinerverstand eine Erkrankung vermutet, die aber nicht „erkannt werden soll“- aus Kostengründen.
Bisher haben wir Tricks gefunden, das zu umgehen, aber wie lange noch und vor allem: WAS FÜR EINE MORAL ! Von der Untersuchung abgehalten zu werden!

Das ist einer von vielen wichtigen Grundsätzen, die ich aus dem Buch nehme und weitertrage. Moral ist nicht festgesetzt oder verpflichtend, nur in unseren Rollen haben wir ein gewisses Moralverständnis („als Vater darfst Du Dein Kind nicht schlagen“ o.ä.).
Aber als Einzelner Mensch müssen wir wieder als Moralinstanz (Grundgesetz!!!!) funktionieren, denn dann können wir der Privatisierung der Gesellschaft etwas entgegensetzen!

Sich selbst im täglichen Leben moralisch überprüfen und nicht nur in Einzelfällen, finde ich nicht spießig, sondern längst wieder Zeit, denn ich habe das Gefühl, daß die Gesellschaftsumstände grade rasant an uns vorbei galoppieren ohne sich um breiten Halt in der Bevölkerung zu kümmern!
Deshalb: mehr Volksabstimmungen und am Sonntag für die OFFENLEGUNG DER WASSERVERTRÄGE in Berlin abstimmen gehen!!!!

07 Februar 2011

Keiner kanns wie er!





Mein Favourit des Monats!
Jens Friebe...
Unbedingt zu den Konzerten gehen!


Neue CD: Abändern:
unter anderem ein Song "Königin im Dreck" der nicht nur eingängig ist, sondern auch dem "letzten Kommunisten", der aus Westberlin in die DDR übersiedelte, gewidmet ist: Ronald M Schernikau.
Über Schernikau hat auch einer unserer bekannter Ryke-Wasserturmanwohner ein Buch geschrieben:
Matthias Frings (Buchcover)
Spannender Interviews über den Dichter und DDR-Fan hier



Irgendwie erinnert mich ein bisschen an Norbert Bischoff.... Wißt Ihr noch?
Der schwule Berliner Musiker, der sich 1993 viel zu früh das Leben nahm?

Dann an dieser Stelle gleich auch eine Erinnerung an Norbert Bischoff:
hier ein Song zu hören.



Aber nicht die Lebenden vergessen:
Vorhang hoch für: JENS!






Mein Lieblingsinterview folgt,
dass vielleicht keine Fragen mehr offen lassen möchte,
(aber nach meinen ersten Lachanfällen)
dann doch noch mehr Fragen aufwirft .... :-)
Also es geht NiX über gut vorbereitete Interviewerinnen!!!!
Oder ist das gefaked, Baby?????
Man fragt sich, ob sie ihn dafür bestrafen will, dass sie sich verliebt hat... ;-)


Jens Friebe - Abändern Interview
Hochgeladen von Revolver_Promotion. - Sieh mehr Musikvideos, in HD!

20 Januar 2011

Zeit für mehr Konsumkritik


Sony Releases New Stupid Piece Of Shit That Doesn't Fucking Work

Aus aktuellem Anlass meines Missverständnisse mit dem Finanzamt, die bisher immer schlecht für mich ausgehen, meinem Computerabsturz (it´s a Samsung- allet derselbe Mist!)
und
aufgrund meiner Begeisterung für den Umsturz- dazu später mehr.

Und wem zuviel "fuck" gesagt wird:
es ist doch aber wahr!
;-)

23 Dezember 2010

21 Dezember 2010

Woran merke ich, daß Dezember ist?

Wenn ich:

  • Nächtelang beim basteln alle Folgen von Inas Nacht sehe

  • Kinopremieren im informellen Kreis kucke und anschliessend komische Hefemännchen esse

  • Morgens durch den Schnee kämpfe, um pünktlich zur Arbeit zu kommen

  • Backe backe backe (und immer die Küche aufräume)

  • Immer neue Ideen für Geschenke habe und dabei komplett den Überblick verliere
  • Alles auf einmal machen will
  • um 3Uhr nachts merke, daß man doch ins Bett sollte um morgens wieder früh raus zu kommen

  • Charles Dickens zum einschlafen lese

  • Verkehr beobachte, der zum erliegen kommt und die Welt langsamer macht

  • dann doch die 10te Weihnachtsfeier absage

  • doch selbst noch Weihnachtsfeiern initiiere

  • merke, dass die Pläne nicht mehr in 3 Tage passen

19 Dezember 2010

01 Dezember 2010

Advent




Advent, Advent....
Selbstgebastelte Weihnachtskalender,
Plätzchen,
Kerzen....

Und am 1.12. Schneetreiben,
ach dafür ist es schön in dieser Klimazone zu wohnen!

Auch die warme Badewanne ist erst richtig zu geniessen, wenn es kalt ist!

Also viel Spaß bei den Weihnachtsvorbereitungen,

denn meine Erfahrung bleibt:
Vorfreude, schönste Freude ;-)

Der Weihnachtsenkel
Posted by Picasa